Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND)

Wiesen-Schafgarbe (Achillea millefolium)


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Heilpflanze vor der Haustür

Achillea millefolium, wie die Gemeine Schafgarbe wissenschaftlich heißt, weist uns auf die vielfach geteilten Blätter dieser Pflanze hin. Auch wenn es nicht wirklich tausend Blättchen sind, so ist so ein Millefolium-Blatt doch ein eindrucksvoll filigranes Gebilde.

Die Schafgarbe liebt trockene, stickstoffhaltige Standorte wie Wiesen und Raine. Sie blüht von Juni bis Oktober und bei milder Witterung auch deutlich länger. In dieser Zeit sät sie sich aus, sendet aber auch Wurzelausläufer in die Umgebung, so dass sie auf Samen nicht unbedingt angewiesen ist.

Die flachen Blütenstände locken zahlreiche Insektenarten an, dank des langen Blühzeitraums finden sie bis fast zum Jahresende Nahrung. Die kleinen Einzelblüten sind in einer Trugdolde in einer Ebene nebeneinander angeordnet und zunächst weiß, später im Jahr lockt die Pflanze mit rosa Blüten. Das ganze Jahr über verströmt sie einen herb-aromatischen Duft, der auch erhalten bleibt, wenn die Pflanzen im Aufblühen zu Trockenblumen verarbeitet werden.

Viele regionale Namen belegen die Bekanntheit und den Nutzen der Schafgarbe. Soldaten- oder Wundkraut z.B. erinnern an die blutstillende und antiseptische Wirkung, die zur Wundheilung beiträgt, Bauchwehkraut weist auf die krampflösende Wirkung hin. Schafgarbe gilt wie die Kamille als Allheilmittel, da sie insgesamt antiseptisch und krampflösend wirkt und innerlich und äußerlich angewendet werden kann. Die jungen Blätter können auch als würzende Zutat in der Küche verwendet werden.

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Die BUND-Kreisgruppe Rhein-Sieg stellt in dieser Serie typische Wiesenblumen aus der Region vor. Mit ihrem Regionalen Wiesen- und Weidenzentrum will die Kreisgruppe den Blick für die allgegenwärtige Verarmung der heimischen Landschaft schärfen und im Gegenzug artenreiche Wiesen und Weiden wieder erlebbar machen. Das Wiesen- und Weidenzentrum wird von der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen (SUE) gefördert.